bunteFLINTA*
Feministisches Lexikon
Asexuell
Asexualität ist eine sexuelle Orientierung und bedeutet, jemand fühlt sich nicht oder nur wenig zu anderen Menschen sexuell hingezogen. Das ist eine Art, wie man sich fühlen kann. Menschen, die im Gegensatz zu Asexuellen Menschen sexuelle Anziehung spüren, nennt man „allosexuell“.
Manche asexuellen Menschen haben aber trotzdem romantische Gefühle und können sich verlieben. Deshalb trennt man „aromantisch“ (sich nicht verlieben können) und „asexuell“. Asexualität umfasst viele verschiedene Arten und ist ein Spektrum. Zum Beispiel finden manche asexuelle Menschen Sex abstoßend, manchen ist Sex schlicht egal, manche verspüren sexuelle Anziehung erst, wenn schon eine tiefe Bindung aufgebaut wurde und wiederum andere haben hin und wieder Sex.
Oder ganz anders:
Asexuell bedeutet, dass eine Person keine oder nur wenig sexuelle Anziehung zu anderen Menschen verspürt. Das ist eine sexuelle Orientierung und keine bewusste Entscheidung. Asexualität ist vielfältig und wird oft als Spektrum beschrieben. Manche Menschen empfinden nie sexuelle Anziehung, andere nur selten oder unter bestimmten Bedingungen. Zum Beispiel verspüren demisexuelle Personen sexuelle Anziehung erst, wenn sie eine enge emotionale Bindung zu jemandem aufgebaut haben.
Asexuelle Menschen können romantische Gefühle haben und Beziehungen führen. Sie können auch sexuelle Fantasien haben oder Sex praktizieren – das schließt Asexualität nicht aus. Wichtig ist, dass Asexualität nicht mit Zölibat oder fehlender Libido gleichgesetzt wird. Es geht darum, ob und wie sexuelle Anziehung empfunden wird, nicht um das Verhalten.
Achtung: Manchmal wird behauptet, dass das „A“ in „FLINTA*“ für asexuell steht. Das stimmt aber nicht. Es steht für „agender“.
(siehe auch: → Agender.)