bunteFLINTA*
Feministisches Lexikon
Genitalverstümmelung
Genitalverstümmelung bezeichnet die teilweise oder vollständige Entfernung oder Verletzung von Genitalien ohne medizinischen Grund – meist gegen den Willen der betroffenen Person. Besonders bekannt ist die weibliche Genitalverstümmelung (FGM), die vor allem in bestimmten Regionen Afrikas, Asiens und des Nahen Ostens praktiziert wird. Feministische Perspektiven verurteilen FGM als schwere Menschenrechtsverletzung. Aber auch bei Männern – etwa bei nichtmedizinischer Beschneidung – gibt es Diskussionen über Körperautonomie und Kinderschutz. Wichtig ist, kulturelle Sensibilität mit klarer Kritik an Zwang und Gewalt zu verbinden.