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Feministisches Lexikon

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Heteronormativität

Heteronormativität ist die Annahme, dass es normal ist und erwartet wird, dass Männer Frauen lieben und Frauen Männer. Es wird vorausgesetzt, dass das bei der Geburt zugewiesene Geschlecht mit der eigenen Geschlechtsidentität übereinstimmt. Das bedeutet, dass alle Menschen heterosexuell und cis-geschlechtlich sind.

Auch gibt es in diesem Weltbild nur eine binäre Geschlechterordnung – also nur „Mann“ und „Frau“.  Es wird also das anatomische/biologische Geschlecht mit Geschlechtsidentität, Geschlechterrolle und sexueller Orientierung gleichgesetzt.

Andere Formen von Liebe und Geschlechtsidentitäten, wie homosexuelle, bisexuelle oder trans Personen, werden ausgeschlossen.

Zusätzlich entsteht so die Erwartung, dass alle Menschen in monogamen, romantischen und sexuellen Beziehungen sind oder sein wollen.

Heteronormativität kann Menschen, die anders lieben oder leben, das Gefühl geben, nicht dazu zu gehören. Wer nicht in dieses Bild passt, wird oft übersehen oder unfair behandelt. So fühlen sich viele Personen ausgeschlossen und nicht akzeptiert.

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