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Feministisches Lexikon

Einträge

Pathologisierung

Im Zusammenhang von Gender, Sexualität und Feminismus bedeutet Pathologisierung, dass...

  • ...bestimmte Geschlechtsidentitäten
    z.B. Person identifiziert sich nicht eindeutig als männlich oder weiblich
  • ...sexuelle Orientierungen jenseits klassischer Mann-Frau-Beziehungen
  • ...Verhalten von Menschen, welches als „unmännlich“ oder „unweiblich“ bezeichnet wird/wurde
  • ...bestimmte sexuelle Praktiken
    als krankhaft oder abnormal betrachtet oder behandelt werden.

Diese Einordnung als „unnormal“ hat eine lange Geschichte in der Gesellschaft, der Medizin und der Psychologie. Dies dürfte auch daran liegen, dass alle drei Bereiche jahrhundertelang von cis Männern dominiert wurden.

Feministische und LGBTQIA+-Bewegungen kämpfen gegen diese Pathologisierung, da sie Diskriminierung fördert und die Rechte und das Wohlbefinden von betroffenen Personen stark beeinträchtigt.    

Sie setzen sich dafür ein, dass Vielfalt in Gender und Sexualität als natürlicher Teil des menschlichen Spektrums anerkannt wird und fordern ein Ende der medizinischen und gesellschaftlichen Stigmatisierung. Ziel ist es, ein Umfeld zu schaffen, in dem alle Menschen unabhängig von ihrer Geschlechtsidentität oder sexuellen Orientierung ohne Angst vor Pathologisierung, Diskriminierung oder Gewalt leben können.

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