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Feministisches Lexikon

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Täter-Opfer-Umkehr

Täter-Opfer-Umkehr bedeutet, dass die Rollen von Täter*in und Opfer vertauscht werden. Das Opfer wird so dargestellt, als wäre es selbst schuld an dem, was passiert ist. Gleichzeitig wird der*die echte Täter*in als das Opfer hingestellt.

Diese Umkehr kann sehr verwirrend sein. Sie macht es für echte Opfer schwerer, Hilfe zu suchen und Gerechtigkeit zu finden. Es ist auch eine unfaire Taktik, die oft in Diskussionen oder Streitigkeiten genutzt wird, um die eigene Schuld zu leugnen.

Typische Beispiele für Täter-Opfer-Umkehr findet man in Nachrichten, Diskussionen und vor Gericht. Oft wird dem Opfer von sexualisierter Gewalt vorgeworfen, „betrunken“ gewesen zu sein, sich „aufreizend“ gekleidet zu haben oder nicht klar genug „Nein“ gesagt zu haben.

Das ist natürlich falsch und sehr unfair, weil es Täter*innen schützt.

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