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Feministisches Lexikon

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Orgasm Gap

Der Orgasm Gap („Orgasmus-Lücke“) bezeichnet den Unterschied in der Häufigkeit von Orgasmen zwischen verschiedenen Geschlechtern – besonders in heterosexuellem Sex. Studien zeigen: Cis Männer kommen deutlich häufiger zum Orgasmus als cis Frauen.

Diese Lücke ist nicht biologisch, sondern Ausdruck gesellschaftlicher Strukturen: Weibliche Lust wird oft weniger ernst genommen, Klitorisstimulation vernachlässigt, männliche Lust priorisiert.

In lesbischen Beziehungen ist die Orgasmus-Lücke deutlich kleiner. Studien zeigen, dass lesbische Frauen häufiger Orgasmen erleben als heterosexuelle Frauen. Grund dafür sind andere sexuelle Dynamiken und mehr Fokus auf klitorale Stimulation.

Der Orgasm Gap ist also kein individuelles, sondern ein politisches und kulturelles Thema.

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